Die Trinkgeldinitiative kommt direkt vors Volk.

Der Grosse Rat hat mit 49 gegen 44 Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen, dass die Trinkgeldinitiative 2020 direkt dem Volk vorgelegt wird. Kulturstadt Jetzt ist sehr erfreut, dass die Basler Bevölkerung nun entscheiden kann, wie sie die Jugend-, Sub-, Club- und Alternativkultur in der Stadt Basel gewichtet und ob ihr die kulturelle Vielfalt ein „Trinkgeld“ innerhalb des Kulturbudgets wert ist.

Die Initiative fordert 5% des jährlichen Kulturbudgets für die Alternativ-, Club-, Jugend-, Pop-oder Subkultur. Aktive Kulturschaffende in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Medienkunst und Film, Literatur etc. sollen zukünftig von dieser Gewichtung profitieren. Es geht dabei um die Verbesserung der Bedingungen für Kulturschaffende nicht nur in der Jugendkultur, sondern in weiten Teilen der professionellen Kultur, die oft wenig honoriert wird. Den Initianten geht es auch explizit nicht darum, bei der etablierten Kultur zu sparen.

Viele Jahre dauern die Diskussionen rund um die Förderung von Alternativ-, Club-,Jugend-, Pop-oder Subkultur schon an. Diese Kulturformen sind für die Vielfalt der Basler Kultur entscheidend, haben aber in der kantonalen Kulturförderung eine klar untergeordnete Bedeutung. Das muss sich ändern, finden über 3500 Baslerinnen und Basler, die die Trinkgeldinitiative von Kulturstadt Jetzt unterschrieben haben.

13 Institutionen erhalten gemäss Entwurf des Kulturleitbildes 2020–2025 rund 93% der ordentlichen Kulturförderausgaben des Kantons Basel-Stadt. Diese Institutionen sind wichtige Leuchttürme mit Anziehungskraft für Basel. Aber Leuchttürme allein bringen einer Stadt nicht das, was für eine lebendige Kulturszene entscheidend ist: Vielfalt. Ein vielfältiges Angebot unterschiedlichen Kulturschaffens ermöglicht eine lebendige Stadt und wir sind überzeugt davon, dass Basel genau das sein will!

Die Alternativ-, Club-, Jugend-, Pop- oder Subkultur von Basel ist attraktiv für viele Einwohnerinnen und Besucherinnen. In der Kulturförderung des Kantons fristet sie seit Jahren ein Mauerblümchendasein und erhält lediglich rund 2.5% der jährlichen Kulturgelder. Nach jahrelangen Diskussionen, ausgebremsten Ideen und begrabenen Vorschlägen kann nun das Volk entscheiden, was dem Kantondiese wichtigen Kulturformen bedeuten. Kulturstadt Jetzt freut sich sehr auf diesen Abstimmungswahlkampf.

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