Geschafft! Die Trinkgeldinitiative steht!

v.l.n.r.: Angelo Gallina, Naomi Dankyi, Mich Gehrig, Claudia Jogschies, Elias Schäfer, Carole Ackermann, Kerstin Wenk, Tobias Gees, Alain Schnetz, Christian Moesch, Esther Keller, Lisa Mathys, Claudio Miozzari, Tobit Schäfer, Sebastian Kölliker
vorne: Barbara Schüpbach und Jo Vergeat. Bild Elias Bötticher.

Wir haben es geschafft und haben heute die rund 3700 Unterschriften für unsere kantonale Volksinitiative „die Trinkgeldinititative“ bei der Staatskanzlei Basel-Stadt eingereicht. Das ist ein klares Zeichen für die aktive Basler Jugendkultur (auch Alternativ-, Sub-, Club- und Popkultur), die durch die Initiative in allen Sparten mehr Unterstützung erhalten soll.

In Sachen Kulturförderung fristet die Jugendkultur in Basel nämlich ein Mauerblümchendasein. Der Staat fühlt sich viel eher für professionelle Hochkultur denn für Neues, Lebendiges und vielleicht auch mal Unkonventionelles zuständig. Das zeigt sich insbesondere bei der Verteilung der Fördergelder im ordentlichen Kulturbudget und bei den Vergaben des Swisslos-Fonds und dass davon ausgegangen wird, dass die Alternativkultur weniger professionell ist.

Das mag seine guten Gründe haben. Aber: Mindestens ein Trinkgeld sollte für die aktive Jugendkultur übrigbleiben. Von jedem Franken, der im ordentlichen Kulturbudget fast ausschliesslich für Hochkultur ausgegeben wird, würden nach Annahme der Trinkgeld-Initiative 5 Rappen (!) an die Jugend- und Alternativkultur fliessen – eine absolut moderate und berechtigte Forderung.

Wir finden unsere Stadt muss vielfältig und attraktiv bleiben, sie muss wachsen und zwar in allen Sparten. Jugend-, Alternativ-, Club-, Pop- oder Subkultur wird von der breiten Bevölkerung genossen und konsumiert. Mindestens ein Trinkgeld-Anteil des jährlichen Kulturbudgets muss Basel, mit seinen Hochschulen, den Bildungsstätten, der vielfältigen Bevölkerung die aktive Jugendkultur (auch Alternativ-, Club-, Pop- oder Subkultur) in allen Sparten wert sein. Mit «aktiver Jugendkultur» wird betont, dass Ausgaben zu Gunsten von jungen Kulturschaffenden gemeint sind und nicht Mittel für die Vermittlung für Jugendliche von etablierten Institutionen wie beispielsweise Schulführungen in den staatlichen Museen.

Dieser Generationenvetrag kommt allen zu Gute, so würde nämlich pro 10 Franken, die in die Hochkultur investiert werden, direkt 50 Rappen an die aktive Jugendkultur fliessen. Ein guter Deal finden wir und freuen uns auf die Gespräche und Vorschläge der Verwaltung.

MM Einreichung Trinkgeldinitiative

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