2. Basler Nachtung

Die zweite Basler Nachtung vom 28. August 2015 führte ins St. Johanns-Quartier und untersuchte das Zusammenspiel von Wirtschaft und Nachtleben. Auch dieses Jahr stand die Begegnung zwischen den rund 60 Teilnehmenden aus Verwaltung und Politik mit Gastronomen im Zentrum. Neben den Gastgeberinnen und Gastgebern kamen zusätzlich Expats, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Kulturschaffende zu Wort. Zur Gast an der diesjährigen Nachtung war Mirik Milan, der Nachtbürgermeister von Amsterdam.

Freitag, 28. August 2015
Programm:

  • Begrüssung im Novartis Campus
  • Input von Referenten und Diskussion mit Jane Harris (Leiterin Global Mobility Novartis), Mirik Milan (Nachtbürgermeister von Amsterdam), Elias Schäfer (Kulturstadt Jetzt)
  • Rundgang bis 01.00 Uhr durchs St. Johann mit den Stationen Conto 4056, Hinter dem Bahnhof geht die Sonne unter, Volta Bräu, Volthalle, Nordstern, Cargo Bar, Jugendkultur Festival (JKF), Saint Louis Buvette, The English Show, Rhypark

Flyer Nachtung 2015

Fotos: Nicolas Gysin

Kulturstadt Jetzt bedankt sich bei allen Gastgeberinnen und Gastgebern aber auch bei allen Teilnehmenden für die befruchtende Basler Nachtung!<>

Gegen absurd hohe Anschlusskosten für Veranstalter

Bildschirmfoto 2015-05-27 um 11.18.12Foto: JKF/Brigitte Fässler

Die Infrastruktur für Stromanschlüsse auf Allmend, die von Veranstaltern genutzt wird, wird von den IWB zur Verfügung gestellt. Für die Veranstalter fallen dabei Anschlussgebühren an, die in keinem Verhältnis stehen zu den effektiven Stromkosten. So hat das Jugendkultur Festival (JKF) in vorletztem Jahr 20’540 Franken an Anschlussgebühren bezahlt, der Stromverbrauch belief sich dagegen auf lediglich 572 Franken. Ein weiteres Beispiel ist das Imagine Festival. Dort kostete der effektive Stromverbrauch 177 Franken, während für die Anschlüsse eine Rechnung von 7’300 Franken anfiel.
Mit der Gebühr werden Investition, Unterhalt und Abschreibung der gesamten Infrastruktur
finanziert. Aus Sicht von Kulturstadt Jetzt besteht ein öffentliches Interesse daran, dass in Basel vielfältige öffentliche Veranstaltungen stattfinden können. Die Finanzierung der Infrastruktur soll deshalb über die Netzgebühr vom Gemeinwesen übernommen und nicht mehr dem einzelnen Veranstalter belastet werden.
Motion betreffend Finanzierung der Stromanschlussinfrastruktur auf Allmend<>

Die Verwaltung will über die Qualität von Veranstaltungen auf dem öffentlichen Grund entscheiden

In der Medienmitteilung über die speziellen Nutzungspläne, welche im Moment erarbeitet und diskutiert werden, thematisiert die Verwaltung die Möglichkeit einer qualitativen Überprüfung von Veranstaltungen. Kulturstadt Jetzt ist klar gegen eine derartige inhaltliche Beurteilung. Die bestehenden Veranstaltungen auf dem öffentlichen Grund zeigen eine breite Palette an ganz unterschiedlichen Nutzungen und Inhalten auf. Selbst eine breit zusammengesetzte Kommission wäre nicht in der Lage, objektiv und fachkundig über die Qualität dieser verschiedenen Nutzungen zu entscheiden. Die Institutionalisierung einer Qualitätssicherungskommission, welche es für die inhaltliche Beurteilung der Veranstaltungen bräuchte, käme einem staatlichen Diktat und einem Eingriff in die künstlerische Freiheit gleich. Kulturstadt Jetzt ist der Meinung, dass die speziellen Nutzungspläne Klarheit und Transparenz in Entscheidungsprozessen schaffen sollen, aber kein Instrument sind, mit dem eine inhaltliche Kontrolle über den öffentlichen Grund ausgeübt wird.

150911 Medienmitteilung zu den speziellen Nutzungsplänen (pdf)<>