Der Swisslos-Fonds ist kein Extrakässeli

swissfondsbs4f

Über ein Jahr nach Annahme des Gegenvorschlags zur Initiative „Lebendige Kulturstadt für alle“ durch den Grossen Rat ist einer der längst beschlossenen Punkte endlich umgesetzt: Die Förderung der Jugendkultur hat in der revidierten Verordnung zum Swisslos-Fonds Aufnahme gefunden. Mit der Revision beschloss die Regierung eine Reihe weiterer Anpassungen, welche die Vergabepraxis in den vergangenen Jahren schon vorweggenommen hatte. So waren gewinnorientierte Grossprojekte aus dem Swisslos-Fonds unterstützt worden. Diese Förderung ist in der neuen Verordnung unter dem Stichwort „Schwerpunkt-Projekt“ festgeschrieben.

Kulturstadt Jetzt begrüsst neben der Aufnahme der Jugendkultur, dass die Praxis nun der gesetzlichen Grundlage entspricht und dass wiederkehrende Förderungen explizit möglich sind. Den Umgang mit der Kategorie „Schwerpunkt-Projekte“ gilt es aber sehr kritisch im Auge zu behalten. Der Swisslos-Fonds darf nicht zum Selbstbedienungstopf der Regierung werden, über den Massnahmen finanziert werden, die eigentlich in den Zuständigkeitsbereich und damit auch ins Budget der Verwaltung gehören oder rein gewinnorientierter Natur sind. Priorität haben Vergabungen an Engagierte in den Bereichen Kultur, Sport und Soziales aus dem Kanton.<>

1. Basler Nachtung

Fotos: Nicolas Gysin

Die erste Basler Nachtung am 5. September 2014 ermöglichte dort eine Begegnung zwischen verschiedenen Interessengruppen, wo das Nachtleben stattfindet. Auf Einladung von Kulturstadt Jetzt erlebten PolitikerInnen, Angestellte der Verwaltung und Veranstalter die Bedürfnisse, positiven und die negativen Auswirkungen des Nachtlebens mit. Nach einem Inputreferat von Michel Massmünster machten die Teilnehmenden auf einem Rundgang in mehreren kleinen Gruppen Halt an Brennpunkten des Nachtlebens. Sie wurden von einer Reihe unterschiedlicher Gastro- und Kulturanbieter für kurze Betriebsführungen und einen fruchtbaren Austausch empfangen.

Freitag 5. September 2014

19.30 Begrüssung in der Markthalle

19.45 „Die Ko-Produktion von Nacht, Stadt und Personen“ Referat von Michel Massmünster, Universität Basel

21.15 Rundgang bis 2:00 mit je drei Stationen in Klein- und Grossbasel (Kaserne, Concierge, Schmaler Wurf, Rheinbord, Barfüsserplatz, Theaterplatz, Paddy Reilly’s, Kuppel, Baltazar Bar)

Handout Nachtung (pdf)

Kulturstadt Jetzt  bedankt sich bei  allen Gastgeberinnen und Gastgebern aber auch bei allen Teilnehmenden für die befruchtende Basler Nachtung!

<>