Medienschau zum Thema Plakatierung

Kultur braucht Platz.
Konzerte, Clubs, Theater, Museen und andere Kulturevents bereichern Basel. Nur mit Werbung können sie ihr Publikum erreichen. Neuerdings wird «wildes» Plakatieren in der Stadt rigoros verfolgt. Doch legale und bezahlbare Werbeflächen gibt es viel zu wenige. Darum braucht es ein Plakatstellennetz mit Kulturlabel.
DIE STADT SIND WIR. Wir bringen Farbe in die Gassen.

Die Anliegen der Kulturveranstalter in Basel werden heute in den Medien aufgenommen:

bz online

20 Minuten:

BaZ:

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Wir bringen Farbe in die Gassen

Hier hingen bis vor Kurzem 3 Kulturplakate.
Konzerte, Clubs, Theater, Museen und andere Kulturevents bereichern Basel. Nur mit Werbung können sie ihr Publikum erreichen. Neuerdings wird «wildes» Plakatieren in der Stadt rigoros verfolgt. Doch legale und bezahlbare Werbeflächen gibt es viel zu wenige. Darum braucht es ein Plakatstellennetz mit Kulturlabel.

Die Basler Kulturschaffenden wehren sich dagegen, dass ihre Möglichkeiten zur Werbung empfindlich eingeschränkt worden sind. Sie erwarten von der Regierung endlich konkrete Schritte zu einer Verbesserung der Situation in der Kulturplakatierung.

Kultur braucht Platz.

Im Zuge eines neuen „Kleinplakatierungskonzepts“ haben die Basler Behörden 2010 das sogenannte „Wildplakatieren“ im Freien unter Androhung von strengen Strafen verboten. Trotz zweifelhafter rechtlicher Grundlage halten sich die lokalen Kulturveranstalter daran. Betroffen sind insgesamt über 150 Organisationen, dazu gehören Theater, Festivals, Musikclubs, Veranstalter klassischer Musik, kleine Museen, Tanzveranstalter, Konzert-, Party- und Eventorganisatoren sowie Kunstschaffende. Auch die Kulturveranstalter sind für ein geordnetes Stadtbild. Aber nicht auf Kosten der Kultur: Wenn der Kanton den Plakataushang verbietet, gleichzeitig aber nicht genügend Alternativen schafft, leidet die (Klein-) Kulturszene, weil sie ihre Veranstaltungen zu wenig bekanntmachen kann. Legale, bezahlbare Kulturplakatstellen gibt es in der Innenstadt heute viel zu wenige. Ein tristes Stadtbild, weniger Publikum und wirtschaftliche Nachteile sind die Folge.

In Gesprächen stellen Regierung und Verwaltungsstellen seit Anfang 2011 eine Lösung in Aussicht. Diese ist aber bis heute nicht verwirklicht. Im Gegenteil: Noch während diesen Gesprächen forcieren die Behörden gegenwärtig den Abbau der ohnehin wenigen Plakatstellen in der Innenstadt. Und die BVB, welche die meisten Kleinplakatstellen besitzen, verunmöglichen mit hohen Tarifen eine kostendeckende Bewirtschaftung durch die Kleinplakatfirmen. Das widerspricht den optimistischen Ankündigungen der Regierung, Kulturveranstaltern günstige Plakatiermöglichkeiten anzubieten.

1’500 Plakatstellen im Stadtzentrum

Das sind zunehmend kulturfeindliche Rahmenbedingungen, die sowohl den Deklarationen des Regierungsrates als auch dem Willen des Parlaments klar widersprechen. Darum fordern die Kulturschaffenden jetzt ein klares Bekenntnis des Regierungsrates zur Schaffung eines flächendeckenden Kleinplakatnetzes in der Basler Innenstadt. Notwendig sind 1’500 Plakatstellen im Zentrum, die durch kulturnahe Anbieter bewirtschaftet werden. Bis zur Realisierung dieser Lösung dürfen keine der bestehenden Plakatstellen wegfallen.

Die Stadt Zürich hat es vorgemacht, wie mit der Schaffung eines flächendeckenden Kleinplakatnetzes einerseits das Problem der Wildplakatierung gelöst, andererseits aber auch die Bedürfnisse der Kulturveranstalter berücksichtigt werden können.<>